Alternative Krebstherapien sind nur Abzocke

Häufig wird vor alternativen Heilmethoden bei Krebs gewarnt mit dem Argument, dass diese viel Geld kosteten und reine Abzocke wären. Richtig ist, dass es kaum eine Behandlung gibt, die zum Nulltarif zu haben ist außer vielleicht Veränderungen in Ihrem Leben oder Denken, die sie alleine und ohne fachmännische Hilfe durchführen können. Selbst Ernährungstherapien, die Sie selbst durchführen, kosten Geld, weil hochwertige biologische Lebensmittel mehr kosten als die übliche Zivilisationskost, vor allem, wenn man auch noch viele frisch gepresste Säfte trinkt, was in mehreren erfolgreichen Ernährungstherapien empfohlen wird. Schon ein guter Entsafter kostet ein paar hundert Euro. Wenn dann auch noch spezielle Therapien, Medikamente oder gar mehrwöchige Aufenthalte in Privatkliniken dazukommen, wird es tatsächlich richtig teuer. Gemessen am Einkommen eines Durchschnittsbürgers. Trotzdem ist das alles noch billig im Vergleich zu dem, was im konventionellen System für einen Krebskranken ausgegeben wird. Der Unterschied ist nur: Konventionelle Medizin wird von den Krankenkassen – also von der Allgemeinheit – bezahlt. Nicht-konventionelle Behandlungen müssen Sie in der Regel selbst bezahlen. Warum? Um eine Zulassung als Medikament zu bekommen, das von der Krankenkasse bezahlt wird, müssen umfangreiche Studien durchgeführt werden, die viel Geld kosten. Dieses Geld haben jedoch nur große Pharmafirmen. Kleine Firmen oder einzelne Forscher können sich das nicht leisten. Und Pharmafirmen haben logischerweise kein Interesse daran, viel Geld für Studien auszugeben, um die Wirksamkeit von Mitteln und Methoden zu erforschen, die vergleichsweise billig sind und sich nicht patentieren lassen. Deshalb haben diese keine Chance, Einzug in die etablierte Medizin zu halten. Auch dann nicht, wenn sie gute Erfolge zeigen.

Sendung Panorama/NDR: Die Krebsmafia: Korruption bei Chemotherapie

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