Ansprechrate – Überlebenszeit

Was bedeutet „Ansprechrate“?

Im Zusammenhang mit Krebsbehandlungen sprechen Ärzte häufig darüber, ob eine Therapie anspricht. Damit wird suggeriert, dass dies wesentlich ist für Ihr Überleben. Doch stimmt das wirklich? Wahrscheinlich wird Ihre Überlebenszeit länger sein, wenn die Therapie, die Sie machen, anschlägt als wenn sie dies nicht tut. Denn unter den Nebenwirkungen der Behandlung leiden Sie trotzdem. Und dann haben Sie nur die Nebenwirkungen und überhaupt keinen Nutzen.

Leben Sie durch die Therapie länger?

Aber die Frage, die Sie interessieren sollte, ist die, ob ihre Überlebenszeit länger ist, wenn Sie eine bestimmte Therapie machen als wenn Sie überhaupt nichts tun. Oder eine alternative, weniger schädliche Therapie wählen. Und über diese Frage sagt eine Ansprechrate überhaupt nichts aus! Sie besagt nämlich nur, dass der Tumor auf eine Therapie reagiert, also sich verkleinert oder verschwindet. Eine Verkleinerung des Tumors sagt allerdings überhaupt nichts darüber aus, ob Sie auch länger leben. Denn häufig ist diese Verkleinerung oder das Verschwinden nur vorübergehend. Und bald danach kehrt der Tumor auf wesentlich aggressivere Weise zurück oder es entstehen an anderen Stellen Metastasen. Dies kann sogar erst durch die Therapie ausgelöst sein. Denn eine der Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung ist, dass sie krebserregend sind! Dazu kommt, dass nicht auszuschließen ist, dass Sie an der Therapie selbst oder an deren Folgen sterben, z.B. weil Ihr Immunsystem zerstört wird oder lebenswichtige Organe schwer geschädigt werden.

Gibt es Beweise, dass Ihnen die angebotene Therapie etwas bringt?

Wenn Ihnen eine Therapie angeboten wird, fragen Sie Ihren Arzt also unbedingt danach, ob er aussagekräftige Studien kennt, die beweisen, dass diese Therapie die Überlebenszeit verlängert. Und zwar im Vergleich dazu, wenn Sie gar keine Therapie machen! In der Regel wird nämlich immer nur ein Medikament mit einem anderen Medikament, einem Medikamentencocktail oder einer anderen schulmedizinischen Behandlung verglichen. Es wurde jedoch nie eine Studie durchgeführt, ob diese Therapie einen höheren Nutzen hat als wenn Sie gar keine Therapie machen. Diese Studien gelten nämlich als unethisch und dürfen daher gar nicht durchgeführt werden.

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