Wirksamkeit ganzheitlicher Krebstherapien



Oft wird behauptet, die Wirksamkeit ganzheitlicher Krebstherapien sei nicht erwiesen. Stimmt das?

Wenige Studien …

Richtig ist, dass es wenige Studien zur Wirksamkeit ganzheitlicher Krebstherapien gibt, die strenge wissenschaftliche Kriterien erfüllen. Das liegt zum einen daran, dass solche Studien Geld kosten. Finanzkräftige Geldgeber haben aber kein Interesse daran, Therapien zu erforschen, die billig sind und sich nicht patentieren lassen. Zum anderen ist es auch gar nicht so einfach, solche Studien durchzuführen. Eine ganzheitliche Therapie erfordert den vollen Einsatz des betroffenen Menschen. Deshalb kann man Patienten, die eine solche Therapie machen, mit anderen, die eine schulmedizinische oder gar keine machen, kaum vergleichen. Denn die Bereitschaft, selbst etwas zu tun, spielt allein schon eine große Rolle für den Heilungserfolg.

… aber viele gut dokumentierte Heilungen

Was es jedoch schon gibt, sind gut dokumentierte Fälle von Heilung. Zumindest bei einigen Therapieformen. Insbesondere dann, wenn es sich um Menschen handelt, die schulmedizinisch bereits aufgegeben wurden und denen von Ärzten nur noch wenige Monate Lebenszeit vorausgesagt wurde, hat das doch einiges an Aussagekraft.

Die Wirksamkeit alternativer Krebsbehandlungen beruht auf dem Zusammenwirken vieler Faktoren

Das größte Problem, das sich bei der Frage nach der Wirksamkeit ganzheitlicher Krebstherapien stellt, ist aber die Tatsache, dass diese nicht in der Einnahme eines einzelnen Medikaments bestehen, das man isoliert von anderen Maßnahmen untersuchen kann. Schon gar nicht in randomisierten Doppel-Blind-Studien. Es ist ja gerade das Zusammenwirken von vielen Faktoren, was heilt. Was konkret dann dabei den Ausschlag gegeben hat, ist im Nachhinein schwer zu sagen. Möglicherweise hätte man auch das eine oder andere weglassen können.

Dazu kommt, dass jeder Mensch anders ist, eine andere Geschichte, andere Prägungen hat. Und deshalb auch andere Maßnahmen zu seiner Heilung treffen muss. Deshalb ist es auch so, dass das, was einem geholfen hat, einem anderen nicht unbedingt helfen muss.

Eine große Rolle spielt auch die Motivation, gesund zu werden und der Glaube an die Heilung. Und natürlich die Unterstützung des sozialen Umfeldes. Es ist also nie alleine eine spezielle Therapie, sondern immer das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren, die darüber entscheidt, ob eine Therapie hilft oder nicht.

Überleben trotz oder wegen schulmedizinischer Behandlung?

Das trifft natürlich auch auf schulmedizinischen Behandlungen zu. Warum überlebt der eine und der andere nicht? Obwohl beide dieselbe Diagnose hatten und dieselbe Behandlung gemacht haben? Auch hier sind es wohl andere Faktoren, die letztlich den Ausschlag geben, nicht die Therapie selbst. Und solange in der Schulmedizin immer nur Gifte mit Giften verglichen werden und es keine Kontrollgruppe gibt, die gar keine Behandlung bekommt, lässt sich nicht einmal sagen, ob die, die überleben, wegen oder trotz der Behandlung überlebt haben. Vielleicht waren es ausschließlich die nicht erhobenen komplementären Behandlungen, die zum Überleben geführt haben. Oder einfach individuelle persönliche und soziale Ressourcen.

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